Brexit’s Impact on Frankfurt’s Recruiting Sector

November 20, 2018 | Admin

How has the increased possibility of a no-deal Brexit impacted the recruitment market within Frankfurt?

We have seen an increased movement within back office functions in the financial services industry as well as discussions on relocating EMEA hubs from London to Frankfurt (or Paris or Dublin). Most of our clients have an increased recruitment demand due to the uncertainty in regulations a new agreement might bring.

 

What is the likelihood of more UK based jobs will be transferred to European countries due to the ongoing Brexit situation?

We have seen an increased movement within the last months to Dublin, Frankfurt and Paris, especially within the banking and asset management industry. Some companies are still waiting on a potential solution. However, we also see developments within the Luxembourg and Dutch market.

 

Has there been an increased amount of jobs being created outside the UK due to the rising possibility of the no-deal and what does the future look like for Frankfurt in the remaining months of 2018 into 2019?

We have been witnessing a built up/built out of back office functions within the last 7-8 months, including the Audit, Accounting and Tax departments. Some jobs have changed their character as well as specific German market focused roles being aligned and now advertised with an EMEA focus. As Frankfurt will further develop into a financial hub in Europe, this will put pressure on companies who don’t have nearby offices to either relocate or open new offices in Frankfurt. For 2018 and 2019 we expect more movement of jobs within the middle/ front office functions, including Financial Analysts and Account/ Client/ Portfolio Managers.

 

How has the atmosphere changed in the Frankfurt market changed since the increased likelihood of a no-deal? Has this had a knock-on effect for recruitment within Frankfurt? Has there been an increased focus from our clients concerning a possible no-deal Brexit and the roles that they have available?

We have seen flexibility in location from most of our clients. For our Frankfurt office, the new deal means new revenue and an increased work load which is overall very positive. Frankfurt is experiencing a building boom and real estate prices are on the rise, changing not only the job, but also socio-economic dynamics of the city.

 

What scenario do you envision as we get closer to the 29th March 2019, once Brexit goes through in the financial recruiting sector?

As there are only a few months left to come to a decision, we anticipate an increased work load and job move late January onwards for every company that has not put their plan in action yet. This will be extremely interesting to watch within the Asset Management and Insurance fields as half of our clients have not shared their Plan B yet.

 

How has the media within Germany reacted to Brexit and how has it come across, positively or negatively?

The media within Germany is treating the topic with mixed feelings. On one hand they see the benefits Germany could see come out of it (increased opportunities in the job market and as international hub within Europe), on the other hand it’s seen very negatively due to the hole Great Britain would leave in the European household as well as Germany’s export to the UK might see a tremendous drop due to new fees and taxes put on products.

Questions answered by Sarah Schadek

 

Wie hat sich die erhöhte Wahrscheinlichkeit eines No-Deal-Brexit auf den Rekrutierungsmarkt in Frankfurt ausgewirkt?

Wir haben eine verstärkte Bewegung in Back-Office-Funktionen mit der Finanzdienstleistungsbranche sowie Diskussionen über die Verlagerung von EMEA-Hubs von London nach Frankfurt (oder Paris oder Dublin) gesehen. Die meisten unserer Kunden haben aufgrund der Ungewissheit in den Bestimmungen, die eine neue Vereinbarung mit sich bringen kann, einen erhöhten Bedarf an Rekrutierungen, weshalb wir zur Zeit kein Neugeschäft generieren müssen.

 

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass mehr Arbeitsplätze von Großbritannien aufgrund der anhaltenden Brexit-Situation in europäische Länder verlagert werden?

Wir haben in den letzten Monaten eine verstärkte Bewegung nach Dublin, Frankfurt und Paris gesehen, insbesondere in der Banken- und Vermögensverwaltungsbranche. Einige Unternehmen warten immer noch auf eine potentielle Lösung. Wir sehen auch Entwicklungen auf dem luxemburgischen und niederländischen Markt.

 

Wurde die Zahl der Arbeitsplätze außerhalb Großbritanniens aufgrund der steigenden No-Deal-Möglichkeiten erhöht und wie sieht die Zukunft für Frankfurt in den verbleibenden Monaten des Jahres 2018 aus?

Wir konnten in den letzten 7 bis 8 Monaten den Aufbau von Back-Office-Funktionen, einschließlich den  Audit, Buchhaltung und Steuerbereichen beobachten. Einige Jobs haben ihren Charakter sowie spezifische marktorientierte deutsche Rollen verändert, die aufeinander abgestimmt sind und nun mit einem EMEA-Fokus beworben werden. Da sich Frankfurt zu einem noch stärkeren Finanzzentrum in Europa entwickeln wird, wird dies Druck auf Unternehmen ausüben, die keine Büros an diesem Standort halten. Für die Jahre 2018 und 2019 erwarten wir mehr Bewegungen in den Bereichen Middle Office / Front Office, einschließlich Finanzanalysten sowie Account und Portfolio Manager.

 

Wie hat sich die Atmosphäre auf dem Frankfurter Markt seit der erhöhten Wahrscheinlichkeit eines No-Deals verändert? Hat sich dies auf die Finanzmarktrekrutierung in Frankfurt ausgewirkt? Haben sich unsere Kunden verstärkt mit der Sorge um einen No-Deal-Brexit und den verfügbaren Rollen befasst?

Wir sehen bei den meisten unserer Kunden Flexibilität in Bezug auf ihren Standort. Für unser Frankfurter Büro bedeutet der New Deal neue Einnahmen und einen erhöhten Arbeitsaufwand, eine insgesamt sehr positive Entwicklung. Frankfurt erlebt einen Bauboom und die Immobilienpreise steigen. Dies verändert nicht nur den Berufsalltag, sondern auch die sozioökonomische Dynamik der Stadt.

 

Wir nähern uns mit schnellen Schritten dem 29. März 2019 . Welches Szenario siehst Du für die  Rekrutierungsbranche, sobald der Brexit vollzogen ist?

Wir rechnen mit einem erhöhten Arbeitsaufwand ab Ende Januar,  da einige Unternehmen, ihre Rekrutierungen für die neu entstandenen Positionen (Brexit) noch nicht abgeschlossen haben. Dies ist äußerst interessant für das Asset Management und den Versicherungsbereich, da die Hälfte unserer Kunden bisher auf keinen harten Brexit vorbereitet ist.

 

Wie gehen die Medien in Deutschland mit dem Brexit im Land um, wird er positiv oder negativ gesehen?

Die Medien in Deutschland behandeln das Thema mit gemischten Gefühlen. Zum einen sehen sie die Vorteile, die Deutschland daraus ziehen könnte (erhöhte Chancen auf dem Arbeitsmarkt und als internationales Drehkreuz innerhalb Europas), zum anderen wird dies aufgrund des Lochs, das Großbritannien im europäischen Haushalt hinterlassen würde, sehr negativ gesehen.

Der deutsche Export in das Vereinigte Königreich könnte aufgrund neuer Gebühren und Steuern für Produkte einen erheblichen Rückgang verzeichnen.

Questions answered by Sarah Schadek